Millionengeschäft Weihnachtsmarkt

Glühwein-Stände, Zimt und gebrannte Mandeln, Jingle Bells und Sternenlichter: Es weihnachtet wieder! Das Busreiseunternehmen edelline entführt Sie während des romantischen Lichterzaubers im Advent zu den schönsten und exklusivsten Weihnachtsmärkten Europas – machen Sie mit uns eine Weihnachtsmarkt Busreise in die Ravennaschlucht, nach Friedrichshafen, Waldshut, Bad Säckingen und Annecy.

Seit wann gibt es dieses besinnliche Brauchtum im deutschen Sprachraum eigentlich? Wir sind dieser Frage nachgegangen.

Die Antwort geht zurück ins Spätmittelalter. In dieser Epoche hiessen die heutigen Weihnachtsmärkte noch Verkaufsmessen. Die Bürger mochten diese Märkte, weil sie dort zu Beginn der kalten Jahreszeit Fleisch, Haushaltswaren und andere Vorräte für den Winter einkaufen konnten. Laut Wikipedia kam im 14. Jahrhundert der Brauch auf, auch Handwerkern, Spielzeugmachern, Korbflechtern und Zuckerbäckern die Erlaubnis zu geben, Verkaufsstände auf dem Markt zu errichten. Die einladenden Auslagen hielten viele Weihnachtsgeschenke für die Kinder bereit. Überliefert ist auch, dass bereits vor mehr als 600 Jahren Stände mit gerösteten Kastanien, Mandeln und Nüssen existierten.

Wien machte den Anfang

Das Prädikat «ältester Weihnachtsmarkt der Welt» verdient die Stadt Wien. Bereits im Jahr 1296 soll Albrecht I. als Herzog von Österreich den Wiener Händlern die Bewilligung zur Durchführung einer «Dezembermesse» erteilt haben. Daraus ist sukzessive der heutige Wiener Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz geworden.

Auch Deutschland hat bezüglich Weihnachtsmärkte eine lange Tradition. Erstmals urkundlich erwähnt wird ein Nikolausmarkt im Jahr 1310 in München. 74 Jahre später, 1384, erhielt die Stadt Bautzen von König Wenzel IV. die Bewilligung, einen freien Fleischmarkt durchzuführen – jeweils jeden Samstag vom Michaelistag (29. September) bis Weihnachten. Der Rest ist Geschichte. Der heutige Bautzener Wenzelsmarkt zieht Jahr für Jahr die Aufmerksamkeit von Gross und Klein auf sich. Allerdings: Um das Gütesiegel «ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands» kämpft auch der Dresdner Striezelmarkt, der nicht wie Bautzen in einer Chronik, sondern 1434 in einer Urkunde auftauchte.

80 Millionen Franken werden in Basel umgesetzt

Eine Recherche im Internet hat ergeben, dass Basel sowohl den ältesten als auch den grössten Weihnachtsmarkt der Schweiz haben soll. Nur: Fragt man Dr. Dominik Lachenmeier, Leiter Fachstelle Kommunikation des Präsidialdepartements des Kantons Basel-Stadt, tönt es weniger konkret: «Der Basler Weihnachtsmarkt gehört sicher zu den grössten in der Schweiz. Ob es sich um den grössten Weihnachtsmarkt handelt, wissen wir aber nicht, da uns die Zahlen aus anderen Städten fehlen. Auch ist uns nicht bekannt, ob es sich um den ältesten Weihnachtsmarkt der Schweiz handelt.»

 

Wie auch immer: Die Stadt am Rheinknie putzt sich heuer wieder besonders schön heraus für ihren mittlerweile 42. Weihnachtsmarkt. Vom 28. November bis zum 23. Dezember 2019 versprühen auf dem Barfüsser- und Münsterplatz Glühwein-Stände, Zimt und gebrannte Mandeln, Jingle Bells und Sternenlichter einen besonderen Zauber. An rund 160 Ständen werden Geschenkideen, kulinarische Köstlichkeiten und eine Adventsmarkt-Atmosphäre präsentiert, die das Herz erwärmen.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Schweizer Weihnachtsmärkten ist in Zahlen schwer zu fassen. Weder das Bundesamt für Statistik (BFS) noch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse können diesbezüglich weiterhelfen.

Eine repräsentative Besucherbefragung aus dem Jahr 2017 förderte höchst Bemerkenswertes zutage: 17 Prozent der über 500 Befragten am Basler Weihnachtsmarkt machten nicht nur einen Tagesausflug, sondern übernachteten auch in der Umgebung Basel. Die Probanden gaben im Durchschnitt 90.55 Franken am Weihnachtsmarkt aus – inklusive Verpflegung. Dr. Dominik Lachenmeier rechnet auch in diesem Jahr wieder mit über 900'000 Besuchern. Eine Hochrechnung dieser Besucherbefragung würde bedeuten, dass in der drittgrössten Schweizer Stadt ein weiteres Mal über 80 Millionen Franken umgesetzt werden.

Hotspot Köln

In Deutschland sind Weihnachtsmärkte längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Es gibt rund 2‘500 Weihnachtsmärkte mit etwa 85 Millionen Besuchern pro Jahr. Der Gesamtumsatz beträgt geschätzte 2,5 Milliarden Euro. Gemäss «FAZ» sollen die Weihnachtsmärkte in Köln deutschlandweit am meisten Besucher anziehen. Sechs Millionen Gäste sorgen jährlich dafür, dass in der Domstadt etwa 300 Millionen Euro umgesetzt werden. Wikipedia beruft sich auf den Bundesverband der Schausteller und Marktkaufleute, der auch Kleinstmärkte berücksichtigt. Dieser rechnet mit 160 Millionen Gästen, verteilt auf 2‘500 Märkte. Der Umsatz beläuft sich auf geschätzte 5 Milliarden Euro.

edelline im Weihnachtsfieber

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Autor: Thomas Wälti

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